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Kurze Rundwanderung Kleiner Bärenstein
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Kurze Rundwanderung Kleiner BärensteinBequeme Wanderung fernab des TourismusBei dieser Wanderung erklimmen wir den Kleinen Bärenstein bei Struppen, dessen verwitterte Ruinen einige Rätsel birgen. Zwei tolle Aussichtspunkte runden die Wanderung genussvoll ab Anreise:
Informationen zur Tour:
Unser Startpunkt: Thürmsdorf bei StruppenNach einer kurzen Anreise aus Dresden und geeigneter Parkgegebenheiten vor Ort stürzen wir uns wieder hinein in die grüne Natur. Der Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung ist ein kleiner Wanderparkplatz mitten im Wald, linkerhand, direkt hinter dem Örtchen Thürmsdorf bei Struppen. Google Maps ZielkarteIhr könnt in der Karte zoomen und den Kartenausschnitt verschieben. Unter der Zielkarte befindet sich ein Link, wo Ihr Euch umfassender informieren könnt. Größere Kartenansicht An diesem besagten Parkplatz im Wald beginnt nun auch der Rundweg Kleiner Bärenstein - ein unscheinbarer, schmaler Trampelpfad, welcher oberhalb der Bärensteinstraße am Hang hinauf bis zu einer Spitzkurve führt. Ihr lauft dabei immer parallel zur Straße, die durch den Wald führt. Anzeige ![]() Wie wir einer Gedenktafel am Fels entnehmen können, ist dieser Felssturz nach dem Theologen, Autor und Entdecker der Sächsischen Schweiz Magister Wilhelm Leberecht Götzinger (1758 - 1818) benannt. Eine kleine Grillstelle und etliche Widmungen im Stein markieren das Innere der Höhle. Besonders interessant ist ein Loch oben im Felsgestein, welches schon mehrmals als Rauchabzug für kleinere Grillgelage diente und heute, ja in diesem Moment, ein wunderschönes Fotomotiv bietet. ![]() ![]() ![]() Nachdem wir die Höhle durchquert haben, wandern wir stetig weiter bergauf und umrunden nun den Jungfernsprung und verlassen damit den roten Wanderweg. Wir halten uns rechts und erahnen den nun sehr schmalen Pfad mehr, als dass wir noch sicher wissen, wo er entlang führt. Doch dann gelangen wir zu einem wunderschönen abgelegenen Aussichtspunkt. Eine bequeme Bank lädt zum Verweilen ein. Eine Rast soll schließlich auch den Orientierungssinn stärken und so nehmen wir auf dieser einladenden Bank Platz und genießen die tolle Fernsicht zum Lilienstein und zur Festung Königsstein. Hier, an der Krempe des durchdrungenen Blätterwaldes, auf einem mit blühenden Wildblumen bewachsenen Felsvorsprung, befinden wir uns nun und erfreuen uns an der herrlichen Stille und Weitblick. Nach kurzer Zeit schon gesellen sich zwei Wanderer zu uns, um sich so wie wir, an der herrlichen Aussicht zu erlaben. ![]() ![]() Nach einer anständigen Stärkung schultern wir unser leichtes Wandergepäck und folgen dem wilden Wanderpfad weiter bergauf. Wenig später stoßen wir wieder auf den roten Wanderweg (roter Kreis), dem wir nun bis zum Gipfel des Kleinen Bärensteins hinauf folgen. Wir passieren den Klettergipfel Thürmsdorfer Stein und beobachten zwei Seilschaften, die sich bei 30° Celsius die Felswand hinauf kämpfen. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Die letzten Meter sind mit breiten Steinstufen gesäumt. ![]() ![]() Traumhafte AussichtDer Gipfel überwältigt uns mit einer weitschweifigen tollen Panorama-Aussicht. Das Blau des Himmels, das Grün der Wälder und die erbarmungslos brennende Sonne erscheinen uns wie ein verträumter Auszug aus einem Bilderbuch eines perfekten Sommertages. ![]() ![]() ![]() ![]() Rätselhafte VergangenheitAber schon bald ziehen die alten Ruinen auf dem Plateau unsere Aufmerksamkeit auf sich. Geheimnisvolle Geschichten ranken über die verbliebenen Reste längst vergangener Zeit. Man munkelt nämlich, dass auf dem Kleinen Bärenstein einst die schönste Aussichtsgaststätte der gesamten Sächsischen Schweiz gestanden habe. Andere wiederrum sagen, die Ruinen der Bärensteine seien die letzten Überbleibsel eines Hotels. Dieses soll während des 2. Weltkrieges teilweise abgebrannt und dann von den Thürmsdorfer Einwohnern geplündert worden sein. Man erzählt sich auch, dass diese Ruine zum Rittergut Thürmsdorf gehört haben soll, welches während der NS-Zeit als Haftstätte für politische Gegner des NS-Staates genutzt wurde.[2] Auf Grund der schweren Nachkriegszeit fehlten wohl später die finanziellen Mittel, um den Betrieb wieder aufzubauen. Heute erinnern nur noch steinerne Überreste an den einstigen Charme des prunkvollen Gebäudes. Der Ausblick und das Ambiente müssen schon damals wunderschön gewesen sein, bedenkt man, dass die Bäume auf dem Gipfel um 1945 noch nicht so hoch gewachsen waren und sich ein leckeres Stück Kuchen bei einer 360-Grad-Panorama-Aussicht auf dem Kleinen der Bärensteine sicher besonders gut munden lies. 180° Blick vom Gipfel Kleiner Bärenstein (Ost - West)Nachdem die Landschaft um uns ausgiebig betrachtet ist, wird es nun Zeit für den Abstieg hinunter ins Tal. Wir wählen den Steinstufen-Abstieg, der in Höhe des Thürmsdorfer Steins, direkt zum Parkplatz am Fuße der Bärensteine führt. Wer an dieser Stelle noch Lust hat, diese Wanderung zu verlängern, der kann auch direkt zum Großen Bärenstein wandern und diesen erkunden. Der Weg ist ausgeschildert. [2] Rudolf Bradsky von Laboun: Geschichte der Rittergüter Thürmsdorf, Kleinstruppen und Neustruppen mit ihren Dörfern. Thürmsdorf 1905. FazitWer eine abgeschiedene, interessante und kurze Wanderung mit tollem Panoramablick auf die wohl schönsten Ziele der Sächsischen Schweiz unternehmen möchte, dem raten zu einem Besuch der Bärensteine. Punkt. Wanderkarte im Detail Karte: Vordere Sächsische SchweizHerausgeber: Sachsen Kartographie Dresden GmbH - Alle Karten hier im Überblick Bitte bewerte diesen Artikel: ( 6 Bewertungen ) |















Karte: Vordere Sächsische Schweiz
Autor des Berichts