Sonnenuntergang auf dem Gohrisch





Anreise:

 

Symbol mit einem Auto abgebildet Dresden Zentrum – 01824

Gohrisch

(Berggaststätte Papststein)
ca. 45 Minuten (42 km)
Symbol mit einem P für Parken ausgebaute kostenfreie Parkplätze vorhanden
Anfahrt mit dem VVO-Nahverkehr / DBAnfahrt mit dem Öffentlichen Nahverkehr

 


Informationen zur Tour:

 

Symbol mit einem Wanderer roter Wanderpfad
Symbol mit einer Uhr etwa 2 Stunden (1,4 km)
Symbol mit einem Fernglas mehrere tolle Aussichtspunkte vorhanden (Fotoapparat, Fernglas)
Symbol mit einer Mütze und einer Hose trittsicheres Schuhwerk, da teilweise Holzleitern, Taschenlampen
für den Abstieg
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem fortlaufendem Kind besonders empfehlenswert mit Kindern (Nachtwanderung zurück)
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem angeleinten Hund. bitte lasst diesmal Eure Vierbeiner zu Hause

 


 

Heute ist  der richtige Tag!
Der Himmel ist samt blau getupft, kein Wölkchen weit und breit zu sehen und die Luft ist angenehm warm. Der Deutsche Wetterdienst meldet spektakulär viele Sonnenstunden für den heutigen Tag, Sonnenuntergang ziemlich genau 21:17 Uhr. Ja, kein Zweifel, heute muss einfach der richtige Tag für eine schon lange geplante Tour sein: Abendwanderung hinauf zum

Gohrisch

- Sonnenuntergang an der Wetterfahnenaussicht.

 

Auf die Wettervorhersage war nun tatsächlich Verlass. Die Meteorologen haben gehalten, was sie versprachen. Jetzt, um 19:50 Uhr ist die Luft immer noch angenehm warm und von herzhaftem Grillduft geschwängert. Der weiche Blauton des Horizonts ist mit einem leicht orangefarbenen Schimmer durchdrungen und die Sonne gleitet sichtbar in die weiten Arme der flachen Landschaft. Freudig und erwartungsvoll  gespannt laden wir vier unsere  gepackten Rucksäcke und die beiden Fotoausrüstungen in den Kofferraum des Autos. Nun geht es endlich los.

 

Den Parkplatz erreichen wir gegen 21:00 Uhr. Wir sind etwas in Eile. Dass trügerische Antlitz des nun tiefrot gefärbten Sterns scheint nämlich jeden Moment mit den pastelgrünen Wäldern zu verschmelzen. Keine Sekunde dieses Momentes wollen wir verpassen. Deswegen sind wir doch letztlich hier. So beschließen wir also, den Berg recht schnellen Schrittes zu erklimmen. Dies ist zugegebenermaßen keine leichtfüßige und bedächtige Bergerklimmung, doch Alternativen gibt es jetzt nicht. Der Pfad hinauf ist uns bereits von unserer ersten

Gohrisch

-Wanderung bekannt und so schreiten wir aus Richtung Osten an die schattigen, bewaldeten Ausläufer des Tafelbergmassivs.

Das dichte Blattwerk der Bäume verdunkelt uns etwas die Sicht und nimmt den Blick gen Norden und des untergehenden glühenden Sterns. Die Luft ist deutlich kühler, als zu unserem Aufbruch vor gut einer Stunde in Dresden, und wir sind froh, unsere leichten Fließjacken eingepackt zu haben.

Während des Marsches hinauf zum Ziel begegnen uns hin und wieder einige Wanderer auf ihrem Rückweg. Allesamt mit dem gleichen verwunderten Ausdruck im Gesicht. Sie begrüßen uns kurz und fragen sich wohl, was in Herrgotts Namen wir da wild prustend zu so später Stunde noch auf dem Berg oben wollen und ob sie uns vielleicht besser ihre Hilfe anbieten sollten. Berechtigt, doch nun hält uns nichts mehr auf und wir stürzen grüßend an ihnen vorbei. Der große Uhrzeiger zeigt bereits auf die Ziffer Eins – nur noch wenige Minuten bis zum ersehnten Moment – bis zu den heiß ersehnten Fotomotiven.

Schließlich, und etwas außer Atem, stapfen wir die letzten Stufen des Aufstieges hinauf. Erleichterung! Wir sind noch nicht zu spät. Kurz durchgeatmet und weiter geht’s. Doch wider Erwarten sind wir nicht die Einzigen hier oben. Gleichgesinnte haben bereits ihre Decken ausgebreitet und eine Gruppe sitzt entspannt, mit einer anständigen Bemme in der einen und einem Plastikbecher mit Rotwein in der anderen Hand, an einer der wohl schönsten Aussichtspunkte des heutigen Abends: der Wetterfahnenaussicht.

Sonnenuntergang auf dem Gohrisch - Blick nach OstenSonnenuntergang auf dem Gohrisch - Blick nach OstenSonnenuntergang auf dem Gohrisch - Blick zum PapststeinSonnenuntergang auf dem Gohrisch - Blick zum PapststeinDie Sonne verlässt die schmalen Felsräume



Kurzum beschließen wir, uns in zwei Gruppen aufzuteilen. So peilen Kathrin und Sven den nördlichsten Teil des Gohrisch, die Wetterfahnenaussicht, an, wo sie sich tolles Licht vor einer beeindruckenden Kulisse erhoffen. Madeleine und ich bleiben in Höhe des Malerweg-Abstieges/ Falkenschlucht und suchen dort nach einem geeigneten Platz, der sich recht schnell findet. Nun kehrt auch die innere Ruhe in uns allen zurück und wir blicken entspannt in Richtung Nord-Westen, warten gespannt auf das Naturschauspiel. Darüber, was sich uns nun in den nächsten Minuten darbietet, möchte ich an dieser Stelle kein Wort verlieren. Lassen wir die Bilder für sich sprechen. Viel Spaß dabei!



Blick von der Wetterfahnenaussicht:


Blick von der WetterfahnenaussichtGewagter Blick vom FelsplateauBlick in Richtung Nord-OstenBlick von der WetterfahnenaussichtGlühender HorizontIn der Sächsischen Schweiz wird es still
Die Sonne ist kaum noch zu sehenBeeindruckendes Farbspiel



Blick vom Felsplateau in Höhe Malerweg-Abstieg/ Falkenschlucht:

Weiches Licht überzieht die Sächsische SchweizTolle BerglandschaftDie Wetterfahnenaussicht im gleisenden LichtSven an der WetterspitzeDie Sonne senkt sich bis sie bald verschwunden ist



Nun, da die Sonne am Horizont untergangen ist und sich eine herrliche Ruhe und Stille eingestellt hat, machen wir uns in aller Ruhe auf in Richtung des östlich gelegenen Aufstiegspfades, wo wir in der Wetterhütte den Ausblick noch etwas genießen wollen. Die Nacht lässt jedoch nicht lange auf sich warten und so peilen wir nach vielen interessanten Gesprächen gegen 22:30 Uhr den Abstieg an.


Gut vorbereit kommen unsere Stirnlampen zum Einsatz, die uns den Weg hinab ausleuchten. Eine angenehme Stimmung stellt sich ein und ich glaube, dass wir in diesem Augenblick, fast zeitgleich, mit positiver Erinnerung das gleiche denken: "Wie zu den abenteuerlichen Nachtwanderungen damals bei den beliebten Klassenausflügen ins Schullandheim". Und mit einem ähnlichen Kribbeln in der Magengegend schreiten wir in die uns allseits umgebende Dunkelheit hinaus.

Sicher und zufrieden erreichen wir den Parkplatz und wir freuen uns nun auf unser Bett. Denn der strenge Marsch des Aufstieges bleibt nicht ungeschont und mahnt uns dazu, zu unserer nächsten Abendwanderung  bei Sonnenuntergang ein paar Minuten früher aufzubrechen.



Mein Fazit:
Wir hatten doch Recht. Ja, heute war tatsächlich der richtige Tag!


Ganz anders, als zu Tage, ist  eine "nächtliche" Wanderung. Vieles betrachtet man anders, der Blick richtet sich auf schier fremde Details. Ich finde, dass sich der heutige Ausflug mehr als nur gelohnt hat, denn der beeindruckende Moment des Sonnenuntergangs inmitten dieser wunderschönen Felslandschaft ist unbeschreiblich. Ich freue mich jetzt schon auf eine spannende Fortsetzung zu einem anderen Felsmassiv.

Text: Jens Fröhlich
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Wanderkarte im Detail:

 

Wanderkarte Sächsische Schweiz - Gohrisch
Karte: Hintere Sächsische Schweiz Blatt 1 - Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine
Herausgeber: Sachsen Kartographie Dresden GmbH - www.sachsen-kartographie.de
 
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