Nordaufstieg zum Lilienstein




Anreise:

 

Symbol mit einem Auto abgebildet

Dresden – Pirna (auf Sachsen Brücke Elbe überqueren) – weiter S 167 durch Zatzschke, Lohmen, Rathewalde, ca. 50 Minuten (etwa 50 km)

Symbol mit einem P für Parken Öffentlicher Wanderparkplatz, oder am Straßenrand (kostenlos) ist ausreichend Platz vorhanden

 


Informationen zur Tour:

 

Symbol mit einem Wanderer

Lilienstein

mit kleinem Rundweg
Symbol mit einer Uhr etwa 2 Stunden - Wanderpfad jedoch individuell erweiterbar
(3,4 km)
Symbol mit einem Fernglas auf den

Lilienstein

gibt es viele Aussichtspunkte (Fernsicht)
Symbol mit einer Mütze und einer Hose trittsicheres Schuhwerk, da teilweise Holzstufen und Metalltreppen
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem fortlaufendem Kind geeignet für ausdauernde Kinder
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem angeleinten Hund. Tierliebhaber sollten ihren Vierbeiner zu Hause lassen

 


 

Die Wanderung auf den

Lilienstein

haben wir einige Zeit vor uns heraus geschoben, in der Befürchtung, dass er weniger ein Paradies für Wanderer, als eine touristisch überlaufene Attraktion mit Öko-Charakter ist. Denn der charismatische Tafelberg ziert die Logos vieler regionaler Hotels, Gaststätten und dem "Nationalpark

Sächsische  Schweiz

". Dennoch ist er ein interessantes Ausflugsziel  und einen Wanderbericht wert. Wir sind also gespannt auf die heutige Wanderung und schauen mal, was den

Lilienstein

so interessant macht.

 

Nach etwa 30 Minuten Fahrzeit sind wir bereits dem Stadttrubel  Dresdens entwichen und fahren in Richtung

Lilienstein

. Schon aus kilometerweiter Ferne erspähen wir unser heutiges Tagesziel, dass uns weit über den Baumwipfeln und Hausdächern rechts der Straße zu sich lockt. Nachdem wir auch Pirna hinter uns gelassen haben, fahren wir auf der Landstraße noch etwa 15-20 Minuten, bis wir schließlich den Parkplatz am

Lilienstein

erreichen (siehe auch Wanderkarten-Ausschnitt unten).

 

Lange halten wir uns hier aber nicht auf, da uns die Vorfreude auf die heutige Wanderung voran treibt. Wir schultern also unser Rucksäcke und starten zwischen Feldern zum Fuße des

Lilienstein

, der hoch über unseren Köpfen thront. An der ersten Kreuzung schlagen wir in Richtung Franzosenborn ein und wandern  somit längs der Nordseite des

Lilienstein

. Dabei bleiben wir bis zur nächsten Weggabelung auf einem Höhenlevel. Dort wenden wir uns wieder nach rechts, um in den Wald hinauf zu laufen. Nach etwa zwei Geh-Minuten erreichen wir den Wegweiser zum Nordaufstieg: Es geht hinauf!




Der Nordaufstieg:


Leicht und erträglich zieht sich der Pfad über Holzbohlen und Felsstufen serpentinenartig zum Gipfel hinauf. Der Weg ist aufgrund seiner Länge konditionell etwas anspruchsvoller, als seine Kollegen Papststein, Gohrisch oder Pfaffenstein. In der Spitzkehre, kurz bevor die Metalltreppen den finalen Abschnitt ankündigen, kann bei ein paar ersten Panorama-Fotoaufnahmen noch einmal tief Luft geholt werden. Nun geht es auf luftigen Stufen weiter nach oben. Nach einer weiteren Kurve führt uns der Pfad in einen Kamin hinein. Hier schnaufen wir noch die letzten Stufen zum Gipfel hinauf.

Der Lilienstein aus der FerneAm Fuße des NordaufstiegesBisher ein leichter AufstiegJetzt wird es interessantMit jedem Schritt dem Gipfel näherTolle Aussichten bietet die Nordseite



Auf dem Lilienstein:


Die Gipfelebene  des Liliensteins liegt auf 415 m Höhe. Hier oben bieten sich dem Wanderer mehrere Weg-Varianten an. Wir  haben die Aussichtspunkte der Gaststube vorgezogen und besichtigten als Erstes die Ostspitze des

Lilienstein

s. Dort steht ein Obelisk, der an die Besteigung des

Lilienstein

s durch August den Starken 1708 erinnert. Augst der Starke ließ übrigens die Stufen für den Südaufstieg  schlagen. Weiter geht es nun vorbei am Versorgungsaufzug zur Südaussicht, an der eine große steinerne Säule das 800-jährige Jubiläum der Wettiner ehrt. Da unsere Rucksäcke mit Proviant gefüllt sind, und uns hier die ruhige, menschenleere Gemütlichkeit etwas fehlt, verharren wir nicht lange. Es geht also direkt weiter, vorbei an den Resten mittelalterlicher Burganlagen aus den Jahre 1379 zur Westspitze des

Lilienstein

s. Der Weg führt uns  über  einige kleine Metallbrücken und Stufen in Richtung Felsgaststätte

Lilienstein

.

Fernsicht vom LiliensteinBlick auf die ElbeAussichtsplattform SüdseiteAuf dem Lilienstein



Felsgaststätte Lilienstein

April - Oktober
täglich 10:00-16:00 Uhr
Website
www.felsgaststaette.de

 



Über Qualität, Quantität und Preise haben wir uns hier nicht informiert, da wir zum einen die Gemütlichkeit vermissen und zum anderen reichlich Proviant in unseren Rucksäcken gebunkert haben. Über Eure Meinung freuen wir uns aber natürlich sehr. Schreibt uns einfach eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Der Südabstieg:


Auf teilweise recht steilen Stufen und Treppen windet sich der Abstieg den Standstein hinab und immer wieder fragen wir uns: Wie sind hier wohl die ersten Siedler bereits  im 6. bis 9. Jahrhundert  v. Chr. den

Lilienstein

hinauf und hinab gekommen? Damals gab es weder Steinstufen, noch Metalleitern?!

Vielen "Wanderern", die uns stetig entgegenkommen, sieht man die Erschöpfung förnlich an. Denn der Abstieg über die Südseite ist, genauso wie er nördliche Aufstieg auch, recht tückisch und man obliegt schnell der Fehleinschätzung, nur eine kurze Besteigung vor sich zu haben. Insgesamt finden wir den Südabstieg recht attraktiv, aufgrund der vielen Treppen, Stufen und Metallbrücken.

Schließlich erspähen wir an der Westwand einige Kletterer und beantworten unsere Frage einfach damit:  Die Menschen damals müssen wohl einfach super fit gewesen sein.

Unten angekommen halten wir uns an der Weggabelung rechts und laufen zurück zum Parkplatz. Wer noch Lust und Muse hat, kann die Tour auch individuell  verlängern. Dazu müsst Ihr Euch nach dem Abstieg einfach 2x links halten, um auf dem Kirchweg den

Lilienstein

zu umrunden. Dieser Weg ist zwar nicht ausgeschildert, aber dennoch nur schwer zu verfehlen.

Abstieg-SüdseiteHier wird es etwas steilerEin toller AbstiegBlick auf die Festung Königstein (andere Elbseite)Weiter gehts zum Tal hinabVerbindung Lilienstein zur Aussichtsplattfom Südseite
Markierung für einen KletterwegKletterer am LiliensteinBlick zur Festung Königstein (andere Elbseite)



Fazit:


Der Südabstieg ist wesentlich länger und anstrengender, als der Nordaufstieg. Daher empfehlen wir Euch, den Lilienstein über den Nordaufstieg zu besteigen. Leider hat sich unsere Befürchtung bestätigt: Der

Lilienstein

ist, vor allem durch die Felsgaststätte

Lilienstein

, touristisch sehr erschlossen. Wer hier also die menschenleere Natur mit weiten bewaldeten Fernsichten erwartet, der sei jetzt eines besseren belehrt. Außerdem empfinden wir die Aussichten wenig spektakulär, da man hinunter ins Tal auf Ortschaften, Handwerk- und Industriebauten späht. Das kann die wunderschöne Elbauenlandschaft am weiten Horizont leider nicht kompensieren.

 



Text: Jens Fröhlich
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Wanderkarte im Detail:

 

Diese Grafik zeigt einen Wanderkartenausschnitt unserer Tour.

Karte: Vordere Sächsische Schweiz
Herausgeber: Sachsen Kartographie Dresden GmbH - www.sachsen-kartographie.de
 
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