Kurze Papststein-Besteigung
Anreise:
Nach einer 45 minütigen Autofahrt erreichen wir die Berggaststätte Papststein, der optimale Ausgangspunkt für zwei selbstständige Wanderrouten. ZumPapststeinhinauf und zum benachbarten Gohrisch. Recht kurze Wege führen direkt auf die Wanderpfade, ohne einen kilometerlangen Marsch beschreiten zu müssen. Beide Wanderziele jedoch bieten ein recht "kurzes" Wandervergnügen, deshalb werden wir heute beide Felsen erklimmen. Den Beitrag zum Aufstieg des Gohrisch findest Du hier.
Unsere Wandertour beginnt auf einem kleinen Parkplatz zwischen dem Luftkurort Gohrisch und Pastdorf. Hier treffen sich Todtweg, Alte Hauptstraße, die Papstdorferstraße und viele Wandergruppen. Unser Wanderpfad (roter Kreis) ist schon von Beginn an mit dicken Holzbohlen befestigt, so dass auch ältere Wanderer den Aufstieg sicheren Trittes genießen können. Kleine Lampen zieren den Weg, die in den Abendstunden für eine romantische Stimmung sorgen. Auf halben Wege erreichen wir in einer Kurve eine kleine Bank, die zum Verweilen und Aussicht genießen einlädt. Von hier hat man einen guten Blick auf die kleine und große Hunskirche, zwei attraktive Felswände für mutige Kletterer. Zurück auf dem Weg nach oben führen uns Steinstufen und zwei Metalltreppen zum ersten Aussichtsplateau hinauf. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Auf dem Papststein:Auf dieser Ebene befindet sich linker Hand die Papststein-Aussicht - ein sehr gut gesicherter Felsvorsprung. Auch Menschen mit Höhenangst können diesen tollen Panoramablick gefahrlos genießen. Eine kleine Informationstafel hilft bei der Zuordnung der Hügel, Felsen, Städte und Berge am Horizont. Bei guter Sicht kann man so unter anderem neben dem Gohrisch und den Zschirnsteinen auch den weit entfernten Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg), die Schrammsteine und den Großen Winterberg erspähen.![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Auf dem kurzen Weg zur zweiten Ebene des Papststeines, passieren wir einige verwitterte Steinstufen. Nach wenigen Metern erreichen wir die GaststättePapststein. Hier erkennt man recht schnell die touristische Erschließung desPapststeines. Von Ruhe und Natur ist hier leider nichts mehr zu spüren.Restaurant Papststein: Mit ihren deutsch-italienischen Hauptspeisen ab 7,50 €, leckeren Salaten, Desserts, Suppen und Eintöpfen punktet die Gaststätte nicht nur durch ihr Ambiente, sondern auch durch den Verzicht auf Fertiggerichte. Kein Wanderer kommt hier vorbei, ohne das ihm durch den betörenden Duft aus der Küche das Wasser im Mund zusammenläuft.
Tipp: Beim Umsatz von 10,- € erhält der Gast einen 1,- € Gutschein. Über eine weitere Metalltreppe gelangen wir zur dritten und letzten (höchsten) Ebene des Papststeines, auf dem sich ein alter Feuerwachturm befindet. Dieser stammt noch aus vergangenen DDR-Zeiten, ist aber für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Der gesamte Bereich ist auffallend gut gesichert und bietet drei Aussichtspunkte, an denen die vielen Besucher einen herrlichen Ausblick genießen können. Tipp: Suchen Sie nach einem Fels, der wie eine richtige Bank aussieht. Ein toller Platz für eine Rast mit Blick auf das nahegelegene Papstdorf. Der Abstieg: Es gibt nicht viele Abstiegsvarianten. Man kann entweder: Variante 1: dem roten Kreis weiter folgen (Gaststätten-Ebene) und wandert auf dem Malerweg bis nach Papstdorf, beziehungsweise nutzt dann den unbefestigten Suppelsgrundweg (Abzweig links nach etwa 20 Minuten) vorbei an der großen Hunskirsche, um in einem weiten Bogen zurück zum Parkplatz zu gelangen (ca. 1,5 Stunden), oder Variante 2: man schlägt den Weg zurück über den Aufstieg ein und ist in ca. 10 Minuten wieder am Ausgangspunkt (Parkplatz) angelangt. Wir haben diesen Weg gewählt, da wir im Anschluss den weniger frequentierten Gohrisch besteigen wollen.
Leider ist das Gebiet um den Papststeintouristisch sehr gut erschlossen und kein Geheimtipp für Wanderer, die sich alleine durch die ruhige Natur bewegen wollen. Wir raten Euch diese Wandertour wochentags zu machen, da derPapststeinam Wochenende und bei besonders gutem Wanderwetter sehr gut besucht ist.Dennoch gehört diese Route zu Recht zur sechsten Etappe des Malerweges. Die Ausblicke sind fantastisch.
"Am 17. Januar 1972 stürzten auf der Südseite bis zu 4000 m³ Felsmasse vom Papststeinherab und rissen in den Wald eine über 30 Meter breite Schneise, die auch heute noch deutlich sichtbar ist."
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Text: Jens Fröhlich |
Papststein Wanderkarte im Detail:

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