Heilige Stiege Wandertour
Die Anreise von Dresden ist mit einer Fahrzeit von ca. 60 Minuten akzeptabel. In Dresden fahren wir auf die A17 in Richtung Prag und verlassen diese auf der Abfahrt Pirna. Hier halten wir uns rechts und fahren auf die Dippoldiswalder Straße direkt in die Stadt Pirna hinein (hinter dem Tunnel gleich rechts abbiegen und an der Kreuzung rechts auf die Dresdner Straße (B172)). Die B172 verlassen wir nicht mehr bis zu unserem Ziel und fahren über Königstein nach Bad Schandau. Nachdem wir Bad Schandau verlassen haben, fahren wir in Richtung Schmilka parallel zur Elbe - immernoch auf der B172. Nach etwa zwei Kilometern Wegstrecke erscheint rechterhand ein Parkplatz (Privatparkplatz des Nationalamtes Sächsische Schweiz). Dieser ist unser Startpunkt der heutigen Etappe und Ziel unserer Anreise. Heute haben wir uns eine etwas größere Tour ausgesucht, die Ihr auch gern für einen Tagesausflug nutzen könnt. Plant dafür etwas vier Stunden ein. Unsere Wanderung beginnt auf dem Holzlagerplatzweg, den wir jedoch nach etwa 200 Metern wieder verlassen und den Wanderpfad einschlagen, der sich linkerhand von oben aus Richtung Breite Kluft herunter schlängelt. Er ist der erste Pfad, der auf den Holzlagerplatzweg mündet - man kann ihn gar nicht verfehlen. Ein etwa 15-minütiger Aufstieg steht uns bevor, also teilen wir die Kräfte gut ein und wandern ruhigen Schrittes voran. Der Pfad windet sich wie eine Serpentine den bewaldeten Steilhang hinauf und kreuzt nach etwa zehn Minuten den Elbleiternweg - ein ausgebauter Rad- und Wanderpfad. Wir aber wollen hoch hinaus und folgen unserer Nase geradezu die Steinstufen bergauf. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Das letzte Teilstück des Aufstieges fordert noch einige Kraftreserven, bevor wir den Berg endlich bezwungen haben. Von nun an wandern wir leichteren Schrittes auf dem Schrammsteinweg in Richtung Schmilka (grüner Strich/ blauer Strich/ Malerweg auf historischem Verlauf). ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Dieser Weg windet sich an den Kelchsteinen vorbei und wir passieren den Abzweig zur Rotkehlchenstiege (rechterhand), die eine alternative Abkürzung unserer Wanderroute darstellen würde, und über den Falkoniergrund auf den Elbleiternweg mündet. Wir folgen jedoch weiterhin unserem Pfad, der uns direkt zum Kleinen Prebischtor führt (gelber Strich/ Malerweg auf historischem Verlauf). ![]() ![]() ![]() ![]() Auf diesem Wanderpfad (gelber Strich/ Malerweg auf historischem Verlauf) umrunden wir nun das Gesteinsmassiv und treffen am bisher östlichsten Punkt unserer Wanderung an. Hier ragen deutlich weniger eng stehende Bäume über dem Weg zusammen, der Boden ist sandig und weich. Schnell bemerken wir, dass wir direkt am Rande des Felsens stehen. Vor unseren Füßen befindet sich eine breite dicht bewaldete Schlucht - hier bietet sich ein toller Weitblick. Wir genießen die Sonnenstrahlen, die sich nun nicht mehr durch die Baumkronen durchkämpfen müssen und beobachten zwei Kletterer, die sich am Felsgestein uns gegenüber in beachtlicher Höhe abseilen. Nach einer kurzen Verschnaufpause müssen wir aber auch schon wieder weiter, denn wir haben etwa die Hälfte unserer heutigen Etappe noch vor uns. Nach wenigen Schritten über knorrige Baumwurzeln erspähen wir auch schon die ersten Treppenstufen, wir haben den Abstieg erreicht: die Heilige Stiege. ![]() ![]() ![]() ![]() Die Metall-Leiter vor unseren Füßen lässt nur im Ansatz darauf schließen, was uns gleich erwarten wird. Wir steigen also die wenigen Stufen im Schatten einiger Birken, die auf diesem sandigen Boden empor gewachsen sind, hinab und erreichen ein kleines Plateau. Wir können nicht anders und verharren nochmals einen kleinen Moment, genießen die stille Natur und visieren die nächste Leiter der Heiligen Stiege an. Freudigen Blickes über den erhofften und sich bewahrheiteten abwechslungsreichen Abstieg schieße ich noch einige Fotos, bevor ich die Kamera verstaue und den Rucksack schultere. Diese Leiter ist um einiges länger und auch steiler - beim Abstieg schaut man direkt ins Tal hinab. Nachdem wir auch die letzten Stufen der Stiege hinter uns gebracht haben, tauchen wir wieder unter dem dichten Blattwerk der Bäume ab. Es wird schattiger, die Luft etwas kühler und der Weg nimmt wieder einen gleichmäßigen Verlauf. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Wir erreichen den Heringsgrund und wandern geradewegs durch den Wald. In einer Kurve bildet der Pfad eine Kreuzung. Wir halten uns rechts und wandern nun auf dem Elbleiternweg (grüner Punkt), der sich einen Abhang hinauf windet. Nachdem wir auch diesen "Aufstieg" hinter uns gebracht haben, wandern wir wieder auf ebenen Gelände. Nun gilt es Ausschau nach einem Pfad zu halten, der linkerhand zur Kleinen Bastei/ Kahntilke abzweigt (grüner Balken) - diesen schlagen wir ein. Dank der guten Beschilderung und unserer treuen Wanderkarte erreichen wir ohne Umwege eine weitere Weggabelung. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir nach rechts abbiegen und somit zur Kleinen Bastei wandern möchten, oder ob wir linkerhand den direkten Zuweg zum Holzlagerplatzweg einschlagen wollen (Kahntilke). Wer den kurzen Umweg zur Kleinen Bastei und somit Zeit sparen möchte, der macht einen Fehler! Zum einen ist der Pfad zur Kleinen Bastei recht kurz, man benötigt höchstens drei Geh-Minuten bis dahin. Außerdem hält die Kleine Bastei, einmal angekommen, als Dank eine traumhafte Aussicht für Jeden bereit. Auf 276 Meter Höhe kann man sich an der weitläufigen Natur erfreuen. Zu unseren Füßen fließt die Elbe, deren Verlauf man kilometerweit in beide Richtungen folgen kann. Wir nehmen auf der Bank Platz, packen unser restliches Proviant aus und stärken uns für die verbleibende Strecke unserer Wanderung. Dies ist definitiv eines der schönsten Rastplätze, denen wir auf unseren Wanderungen bisher begegnet sind. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Um nun wieder auf unseren Pfad zu gelangen, müssen wir den kurzen Zuweg zur Kleinen Bastei zurück laufen, bis wir uns schließlich wieder an der Weggabelung befinden. Nun wandern wir teils unbefestigt über Wurzeln, teils über Stufen ins Tal hinab (grüner Strich) und gelangen so auf den Holzlagerplatzweg, den wir abwärts laufen. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz. ![]() ![]() ![]() ![]() Fazit: Wer gern mal wieder einmal eine größere Tour plant, dem sei diese Wanderung angeraten. Den größten Teil befindet man sich zwar auf unspektakulären Waldpfaden, wird dafür aber an der Heiligen Stiege mit einem abwechslungs- reichen Abstieg, und an der Kleinen Bastei mit einer tollen Aussicht auf das Elbtal und weit darüber hinaus belohnt. Wir wünschen Euch genauso viel Freude, wie wir sie auf dieser Wanderung empfanden. Text: Jens Fröhlich
Wanderkarte im Detail:
Karte: Hintere Sächsische Schweiz Blatt 1 - Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine |
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