Wanderung zur Schrammsteinaussicht





Anreise:

 

Symbol mit einem Auto abgebildet

Dresden Zentrum – Bad Schandau, dann in Bad Schandau links, weiter auf Kirnitzschtalstraße bis zum Parkplatz Nasser Grund (ca. 50 km)

Symbol mit einem P für ParkenPrivater Wanderparkplatz mit ausreichend Parkmöglichkeiten
(Tagesticket 3,00 Euro)

 


Informationen zur Tour:

 

Symbol mit einem WandererNasser Grund -Gelber Strich - Grüner Punkt bis Schrammsteinaussicht, dann Gratweg - Schrammsteinweg - Lehnweg
Symbol mit einer Uhretwa 3,5 Stunden - inklusive Pausen (8 km)
Symbol mit einem Fernglasmehrere tolle Weitsichten
Symbol mit einer Mütze und einer Hosetrittsicheres Schuhwerk, da teilweise Metall- und Holzstufen, Leitern
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem fortlaufendem Kindkeine Probleme mit allzu lebhaften Kinder
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem angeleinten Hund.Mitführen von Hunden auf dieser Strecke ungeeignet


 

Eines der eindrucksvollsten Gebiete in der Sächsischen Schweiz sind die Schrammsteine, da sich dieses imposante Felsmassiv im Anschluss an die Affensteine über einen Kilometer an der Elbe von Süd-Ost nach Nord-West zieht. Ein für Wanderer interessantes Gebiet befindet sich im Nord-Westen mit der Schrammsteinaussicht, von der man einen atemberaubenden Blick in die Vordere Sächsische Schweiz bis nach Dresden hat, wobei man sich gut an der sich im Tal entlang schlängelnden Elbe orientieren kann. Die Schrammsteinaussicht soll heute unser erstes Etappenziel sein. Um zu diesem zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei der Planung der Wanderung hatten wir kurz erwogen, das Schrammsteinmassiv von der Elbseite, also von Süd- (oder Tal-) seite her in Angriff zu nehmen, entschieden uns aber, vom Kirnitzschtal aus zu starten.

Die Anfahrt über Bad Schandau funktionierte problemlos, wobei der Abzweig ins Kirnitzschtal gut ausgeschildert ist. Geparkt haben wir auf dem Parkplatz „Nasser Grund“, welcher auch noch um 11:30 Uhr ausreichende Parkplätze zu bieten hatte, was ja nicht von jedem Parkplatz im Kirnitzschtal behauptet werden kann.

Wir starteten also vom Parkplatz aus in den Nassen Grund, den wir nach ca. 1,5 km kurz vor der Wildwiese Richtung Süden verließen, um direkt unter Nutzung des mit einem grünen Punkt gekennzeichneten Mittelwinkelweges über Stufen und dann später über Leitern die Schrammsteine zu erklimmen. Dieser Wanderweg mündet im Ausstieg direkt auf den Gratweg, in dessen Verlauf wir uns dann westlich haltend der Schrammsteinaussicht näherten. Diese ist nun wiederum leicht über einige Stufen und Leitern zu erreichen.

Ausreichend Wegweiser geben wichtige StreckeninformationenJens meinte es wären Gladiolen. Weißt Du es besser?Die ersten Stufen kündigen den weiteren Wegverlauf anSicher geht es zwischen den schroffen Felsänden bergaufSandiger Boden erwartet uns auf dem Felsmassiv



Nach kurzem durchschnaufen sind wir von der beeindruckenden Felskulisse der Schrammsteine im näheren Umfeld und von der gigantischen Rundumsicht mehr als beeindruckt. Rechter Hand ragt der Falkenstein weit über die Baumwipfel hinaus und bildet einen markanten eye-catcher in der hügeligen Landschaft. Links unten schlängelt sich die Elbe Richtung Dresden.

Drehen wir uns eine halbe Runde und schauen in Richtung Osten, so sehen wir die Affensteine mit dem unverkennbaren Bloßstock und weiter dahinter den Wildenstein mit dem  nahe  gelegenen Kuhstall. Rechter Hand verschwindet die Elbe im Böhmischen.

Neben der überwältigenden Aussicht ist das Stimmengewirr, welches man hier oben vernehmen kann, ebenfalls beeindruckend. Die Zeiten, wo hier oben nur „Sächsch“ gesprochen wurde, sind lange vorbei. Über schwäbisch, hessisch und bayrisch mischen sich sogar ostfriesische Laute, die sich in dieser bergigen Gegend etwas seltsam anhören. Unabhängig davon erfüllt es einen doch schon mit einem bisschen Stolz, wenn sich so viele „Ausländer“ für unsere Sächsische Schweiz interessieren. Es ist aber auch ein besonders schönes Fleckchen Erde – hier hat sich der Liebe Gott besonders viel Mühe gegeben.

Eine atemberaubende AussichtBlick in Richtung AffensteineMan beachte den schmalen Pfad am steilen FelsAuch Kletterer finden in den Schrammsteinen ihre HerausforderungWeit reicht der Blick über Täler, Felder und kleine OrtschaftenEine Gedenktafel im Stein



Das aufziehende schlechte Wetter vertrieb recht schnell die nicht geringe Schar Bergmotivjäger, so dass selber noch ein paar eindrucksvolle Pixel gespeichert werden konnten, ohne dass jemand Fremdes durch das Bild huschte.

Die Schrammsteinaussicht verliesen wir in östlicher Richtung und folgten dem Gratweg, der sich imposant über die Kuppen des hohen, schroffen Bergmassivs der Schrammsteine schlängelt. Die dabei zu absolvierenden Leitern sind trotz Nieselregen gut begehbar. Nach weiteren 1,5 km erreichten wir die Breite-Kluft-Aussicht, von der man einen einzigartigen Blick Richtung Süd-Osten genießen kann, wobei hier der Zirkelstein und die Kaiserkrone, in Ihrer Anordnung und Form einzigartig, nicht zu übersehen sind. Die Breite-Kluft-Aussicht ist auf Grund der geografischen Lage und der sich daraus ergebenden Blickrichtung mit der Aussicht von der oberen Affensteinpromenade zu vergleichen.

Die weit entfernte Festung Königstein ist bereits in Regenschwaden gehülltBreite-Kluft-AussichtBreite-Kluft-AussichtBreite-Kluft-Aussicht



Diese würden wir erreichen, wenn wir dem Gratweg weiter folgen würden, jedoch entschlossen wir uns, vor den Lorenzlöchern nach links abzubiegen und der Lehne in Richtung Wildwiese zu folgen. Kurz bevor wir diese erreichten, drehten wir wieder in den Nassen Grund ab. Gegen 15:00 Uhr und damit nach ca. 8 Kilometern und 3,5 Stunden erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal.



Fazit:

Eine sehr angenehme Runde, die zwar nicht sehr lang ist, aber mit dem Gratweg und den damit gesicherten grandiosen Aussichten genug erinnerungswürdige Highlights bietet – empfehlenswert.



Text: Jens Fröhlich
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Wanderkarte im Detail:

 

Diese Grafik zeigt einen Wanderkartenausschnitt unserer Tour.

Karte: Hintere Sächsische Schweiz Blatt 1 - Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine
Herausgeber: Sachsen Kartographie Dresden GmbH - www.sachsen-kartographie.de
 
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