Wandern Sächsische Schweiz

Tipps aus dem Elbsandsteingebirge

Ölgemälde von Caspar David Friedrich: Die FelsenschluchtDie Schönheit der Sächsischen Schweiz wissen nicht nur Kletterer und Wanderer zu schätzen. Diese bizarre Welt der Sandsteinfelsen hat bereits im 18. Jahrhundert verschiedene Künstler inspiriert. Besonders Maler haben die Schönheit und das Besondere dieser Gegend in Bildern festgehalten. Eines der bekanntesten Bilder ist die "Felsenschlucht" von Caspar David Friedrich. Es gibt auf einmalig romantische Art das Neurathener Felsentor, die jetzige Basteibrücke wieder.

Heute hat der Wanderer die Möglichkeit, auf dem Malerweg die Inspiration der damaligen Zeit nach zu vollziehen. Insgesamt sind es 115 Kilometer die der Rundwanderweg im Elbsandsteingebirge umfasst und man kann überall einsteigen und auch wieder aussteigen, je nach Belieben.

Entstanden ist diese einzigartige Landschaft vor ca. 90 Millionen Jahren. Damals lag dieser ganze Landstrich Europas noch auf dem Meeresgrund. Die Wassermassen haben dann allmählich diese Landschaft geformt und wer mit offenen Augen an den Sandsteinfelsen entlang wandert, kann mitunter noch Muscheln entdecken.

Die Sächsische und die Böhmische Schweiz gehören landschaftlich gesehen zusammen und sind ein Gebiet von bizarrer Schönheit. Die Höhenunterschiede zwischen den schroffen Felstürmen sind enorm. Hier herrschen die unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen auf engstem Raum. Wo die Sonne hinkommt ist es trocken und karg, in den Schluchten dagegen feucht und kühl. Das wirkt sich natürlich auch auf die Pflanzen- und Tierwelt aus. Die größte Vielfalt an verschiedenen Pflanzen finden sich in den Schluchten. Hier haben auch viele Kleintiere den idealen Lebensraum gefunden. Auch in den Höhen sieht man heute wieder Tiere wie den Wanderfalken, der seit 1989 wieder erfolgreich durch Auswilderung hier angesiedelt wurde. Auch der Luchs ist in die Sächsische Schweiz zurückgekehrt.

Die Sächsische Schweiz ist eine der faszinierendsten und merkwürdigsten Landschaften die Europa zu bieten hat. Besonders für Wanderer ist dieser einzigartige Flecken Erde ein Paradies. Das Wegenetz ist sehr gut strukturiert und so vielfältig, dass man bei jeder Wanderung neue Wanderwege entdeckt.

Die Auswahl an schönen Wanderungen jetzt zu behandeln würde den Rahmen sprengen, aber Beispiele, die besonders erwähnenswert sind, müssen sein:

Wanderungen durch die Schrammsteine

Eine besonders schöne Felsformation findet sich in der Nähe von Bad Schandau. Die Schrammsteine sind von einer Wildheit, die einmalig ist. Sie werden in hintere und vordere Schrammsteine unterteilt und bieten Kletterern und Wanderern gleichermaßen ein gutes Revier. Die Vielzahl der Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade macht dieses Gebiet sehr attraktiv.

Ihren Namen haben die Schrammsteine von den Besuchern und Einheimischen, die sich Verletzungen, also Schrammen zugezogen haben. Eine tolle Wanderung hinauf zur Schrammsteinaussicht beginnt in Bad Schandau am Parkplatz an der Schrammsteinbaude. Teilweise wandert man sogar auf dem berühmten Malerweg. Der Malerweg ist einer der berühmtesten Wanderwege Deutschlands. Die Aussicht ist ein schmaler Felsgrat, der an den Seiten steil abwärts geht. Wer die Aussicht einigermaßen in Ruhe genießen möchte, sollte die Wanderung auf die Wochentage verlegen.

Wanderungen durch die Affensteine

Die Schrammsteine und die sich anschließenden Affensteine bilden das Zentrum vom Elbsandsteingebirge. Für die Wanderung durch die Affensteine bietet sich als Startpunkt im Kirnitzschtal der Beuthenfall an. Entlang des Weges gibt es die für die Sächsische Schweiz typischen Schichtfugenhöhlen. Das Wahrzeichen der Affensteine ist der Bloßstock, eine Felsnadel, die für Wanderer nicht zu bezwingen ist. Dafür aber ein optisches Highlight. Eine Wanderung in das Gebiet der Affensteine beinhaltet alles, was das Wandern durch die Sächsische Schweiz auszeichnet.

Der Nationalpark Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz bietet ein Wandererlebnisse der besonderen Art, geeignet für Jung und Alt. Wer sich einmal von diesem Fieber hat anstecken lassen, der wird es nicht so schnell wieder los.

Wandern im Kirnitzschtal

Die Sächsische Schweiz bietet natürlich viele weitere Highlights für Wanderer. Das wildromantische Kirnitzschtal zum Beispiel. Einst brachten Flößer auf dem Bach Kirnitzsch große Holzmengen aus dem schwer erschließbaren Teil des Elbsandsteingebirges nach Bad Schandau, von wo aus sie weiter über Wehlen nach Dresden oder Meißen in die Porzellanmanufaktur als Brennmaterial gebracht wurden.

In diesem entlegenen Kirnitzschtal befanden sich auch einige intakte Brettmühlen, mit denen durch die Wasserkraft der Kirnitzsch auch das angesehene Handwerk der Holzschleiferei betrieben wurde. Noch heute sind die Mühlen zu bewundern, liebevoll als Raststätten für Wanderer restauriert.

Wandergebiete Sächsische Schweiz

Wer mehr über die Wandergebiete der Sächsischen Schweiz erfahren möchte, der kann sich auf unserer Seite Wandertouren Sächsische Schweiz informieren. Hier haben wir zahlreiche Wandervorschläge und Informationen zu vielen Wandergebieten der Sächsischen Schweiz zusammengetragen. Alternativ ist auch ein Wanderführer ratsam. Unsere Empfehlung: Wanderführer Sächsische Schweiz vom Michael Müller Verlag.

Geografischer Überblick Sächsische Schweiz

Die schönsten Wandergebiete der Sächsischen Schweiz

Der Begriff: Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz wurde von den beiden Schweizer Künstlern Adrian Zingg und Anton Graff im 18. Jahrhundert benannt. Sie erinnerten sich nämlich an ihre heimische Landschaft, dem Schweizer Jura. Dieser weist sehr ähnliche Formen wie das Elbsandsteingebirge auf.

Weltweite Bekanntheit

Populär wurde die Sächsische Schweiz allerdings durch die zahlreichen Veröffentlichungen des Theologen Wilhelm Lebrecht Götzinger. Er gilt als der Erschließer der Sächsischen Schweiz und machte diese durch seine Bücher Anfang des 19. Jahrhunderts einem breiten Publikum bekannt. Seither erlangte das Wandern in der Sächsischen Schweiz immer mehr Beliebtheit.
 


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