Der Trugschluss mit der Wegmessung
Das Gefühl, nach mehreren Wander-Stunden das ersehnte Ziel zu erreichen, ist sicher jedem Wanderer mehr oder weniger bekannt. Auch mir geht es ab und an so. Natürlich sind dann nicht nur die tollen Erlebnisse der Wanderung, sondern auch die Dauer und die zurückgelegte Strecke, interessant.
Zu Hause oder in der Herberge angekommen, wird die Wanderkarte noch einmal ausgebreitet, der Zirkel gezückt, und die zurückgelegte Wegstrecke verzeichnet und gemessen. Allerdings stellt man hin und wieder überrascht fest, dass die Wanderung nun doch deutlich kürzer, als erlebt, ist.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass auf der Wanderkarte ausschließlich die "horizontale" Strecke gemessen wird. Die zurückgelegten Steigungen, Stufen und Leitern einer Wanderung werden überhaupt nicht erfasst.
Ein Höhenmeter entspricht zehn Meter auf der Wanderkarte
Eine Faustformel besagt: Jeder überwundene Höhenmeter entspricht etwa zehn gelaufenen Metern auf der Karte. Dabei wird also von einer Steigung von zehn Prozent ausgegangen. Natürlich ist damit keine exakte Auswertung möglich. Wer hier jedoch auf genaue Daten Wert legt, der möge sich doch mal mit dem Thema "Höhenmessung mit GPS Geräten" befassen.
GPS-Messung oder Wanderkarte
Da ich jedoch auf moderne Messtechnik, wie GPS-Navigationssysteme oder auch Wandercomputer mit Höhenprofil-Anzeige verzichte, basieren die Messdaten der Wander-Berichte auf der zurückgelegten Strecke ohne Höhenmessung. Deshalb habe ich entschieden, die "Dauer der Wanderung" in meinen Wander-Berichten aufzuführen.
Ich vertrete die Ansicht, dass zum Wandern in der Natur der Kompass und die klassische Wanderkarte gehören. In unserer technisierten Gesellschaft bieten sie doch eine tolle Abwechslung und kostengünstige Alternative, aber auch ein Stück "back to the roots"-Gefühl.
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