Zeckenschutzmittel
Vier wirksame Zeckenschutz Tipps
1. Kleidung
Die Zecke soll den Weg auf die Haut nicht finden. Festanliegende und helle Kleidung, die den Körper (lange Hose) bedeckt, ist empfehlenswert.
Festes zugeschürtes Schuhwerk mit langen Socken, so dass möglichst keine hautfreien Stellen zwischen Hose und Schuh bestehen, sind angebracht. Damit schafft man eine hohe Sicherheit, ein Zeckenbiss an Fuß und Bein zu vermeiden. Auf Grund der geringen Körpergröße von Kindern sollten diese eine Kopfbedeckung zum Schutz vor Zecken tragen.
2. Zeckenschutzmittel
Zeckenschutzmittel, in Drogerien und Apotheken erhältlich, bieten freiliegenden Hautpartien (Hals, Arme) etwas Schutz vor einem Zeckenbiss. Um Zecken gänzlich vom Körper fern zu halten, kann die Kleidung ebenfalls mit dem Zeckenschutzmittel eingesprüht werden. Die Wirkungsdauer beträgt etwa 2-3 Stunden (100 ml kosten zwischen 5 - 10 Euro).
3. Kontrolle
Insbesondere Hosenbeine, Kniebeuge, Schultern und Achseln sollten direkt nach Verlassen des Risikogebietes intensiv nach Zecken abgesucht werden. Zecken fühlen sich dort wohl, wo es feucht und warm ist.
Wer mit Tieren unterwegs war, sollte die Zecken-Kontrolle nicht vernachlässigen. Oft heften sich Zecken nur im Fell des Tieres fest und gehen später auf den Menschen über. Eine Zecke kann sich auch in der Schnautze des Tieres (z. B. Hund) festbeißen.
4. Schutzimpfung
Gegen FSME kann man sich impfen. Die Zeckenimpfung (Grundimpfung) besteht aus drei Teilimpfungen. Bei über 97 Prozent der Geimpften besteht bereits nach der dritten Teilimpfung wirksamer Schutz. Nach drei Jahren muss die Impfung wieder aufgefrischt werden.
Die Zeckenimpfung nimmt der Hausarzt vor. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten, insofern man in einem Risikogebiet wohnhaft ist.
So wird eine Zecke richtig entfernt
Es ist ratsam, eine Pinzette, oder besser eine spezielle Zeckenzange oder Zeckenkarte (erhältlich in der Apotheke) mit sich zu führen. Je schneller die Zecke entfernt ist, desto unwahrscheinlicher ist eine Erregerübertragung.
Vor der Entfernung sollte man die Zecke nicht behandeln, wie etwa mit Zeckensprays, Öl, Zwiebeln, oder dergleichen. Denn jede Reizung von aussen führt dazu, dass die Zecke noch mehr Speichel bildet, oder sich erbricht, wodurch mehr Erreger ins Blut übertragen werden.
Die These, während der Zeckenentfernung die Pinzette nach links oder rechts zu drehen, ist Unsinn. Der Stechapparat der Zecke besitzt kein Gewinde. Man sollte die Zeckenzange oder Zeckenkarte möglichst tief an der Haut ansetzen und die Zecke nach oben herausziehen.
Drei einfache Schritte
- Die Zeckenzange setzt man so dicht wie möglich am Kopf an und achtet darauf, die Zecke nicht zu zerquetschen, da sonst mehr Gift in die Blutbahn gelangen kann.
- Nun zieht man langsam und gleichmäßig senkrecht nach oben heraus. Eine Drehbewegung sollte man vermeiden. Schließlich hat sich die Zecke nicht in die Haut gedreht.
- Ist die Zecke komplett entfernt, sollte man die Stelle nun desinfizieren, um mögliche Entzündungen vorzubeugen.
Wenn die Zecke nicht komplett entfernt wurde
In diesem Fall ist es ratsam, zeitnah einen Arzt aufzusuchen, da das Entzündungsrisiko sehr hoch ist. Dieser wird die Zecke komplett entfernen und den Bereich wirksam desinfizieren. Bei ihm erhält man auch hilfreiche Tipps zum richtigen Umgang bei auftretenden Symptomen.
Diese Krankheiten und Symptome sollte man kennen
Zecken sind Überträger gefährlicher Krankheitserreger. Sie stürzen sich auf alles, was warmes Blut in den Adern hat. Durch einen Zeckenbiss ausgelöste Krankheiten, wie etwa FSME (Frühsommer-Meningo-enzephalitis - eine virale Erkrankung des Zentralnervensystems) und Lyme Borreliose können schwerwiegende Konsequenzen haben und müssen teils mit Antibiotika behandelt werden. FSME ist nicht therapierbar, nur eine Impfung bietet hier ausreichend Schutz. Wanderer, Förster, Waldarbeiter, Natur-Aktive gehören zur "Zielgruppe" dieser gefährlichen Nager.
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose wird durch ein Bakterium übertragen und zählt als häufigste durch eine Zecke übertragene Erkrankung in Deutschland. Die Borrelien siedeln sich im Darm der Zecke an und werden durch Ausscheidungen übertragen. Nur ein Teil der Infektionen führt zu einer Erkrankung.
Symptome: Die Symptome eine Borelliose-Infektion können sehr unterschiedlich sein. Das erschwert eine eindeutige Diagnose - besonders im fortgeschrittenen Stadium. Leitsysmptom einer Borreliose-Infektion ist die Wanderröte. Diese äußert sich durch teils großflächige kreisförmige Rötungen um den Zeckenbiss. Die Symptome treten erst nach einigen Tagen auf und sollten unverzüglich einem Arzt zur Abklärung vorgezeigt werden. Häufig wird eine Antibiotika-Therapie angestrebt.
Weitere Symptome eine Borreliose-Infektion sind: Grippesymptome, Müdigkeit und Fieber. Achtung: Es gibt keine Impfung gegen Borreliose. Geeignete Zeckenschutz-Maßnahmen minimieren einen Zeckenbiss.
FSME - Frühsommer Meningoenzephalitis
Nicht alle Zecken tragen den FSME-Virus in sich. Ist eine Zecke jedoch davon infiziert, übertragen sich die FSME-Erreger bei einem Zeckenbiss sofort, weil sie sich in den Speicheldrüsen der Zecke befinden.
FSME ist eine Erkrankung des Zentralnervensystems, bei der die Hirnhäute von einer Entzündung befallen werden. Dies kann zu schweren neurologischen Schäden führen. In Einzelfällen kann eine FSME-Erkrankung zum Tode führen. Die gute Nachricht: Durch eine Impfung kann man sich vor FSME Viren schützen.
Verbreitung von Borreliose und FSME in Deutschland

Aufenthaltsorte von Zecken
Zecken (Holzböcke) sind in ganz Europa verbreitet und haben kaum natürliche Feinde, was deren Verbreitung und Population zusätzlich begünstigt. Es gibt etwa 850 verschiedene Zecken-Arten.
Im Unterholz, dichten Farnen, Gestrüpp, Büschen, Gräsern, Pflanzen und Sträuchern halten sich Zecken besonders gern auf. Vor allem in hohem Gras (Wälder, Wiesen, Weiden, Bach- und Flussauen) sind sie vermehrt anzutreffen. Auch in Parkanlagen und heimischen Gärten lauern Zecken auf einen Wirt.
Quellen und weitere Informationen
www.zeckenschutz-infos.de www.mosquito-parasitenschutz.de
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