Zeckenbiss - Hilfreiche Tipps zum Zeckenschutz
Zecken sind Überträger gefährlicher Krankheitserreger, das ist Allen bekannt. Durch einen Zeckenbiss ausgelöste Krankheiten, wie etwa FSME (Frühsommer-Meningo-enzephalitis - eine virale Erkrankung des Zentralnervensystems) und Lyme Borreliose können schwerwiegende Konsequenzen haben und müssen teils mit Antibiotika behandelt werden. FSME ist nicht therapierbar, nur eine Impfung bietet hier ausreichend Schutz. Wanderer, Förster, Waldarbeiter, Natur-Aktive gehören zur "Zielgruppe" dieser gefährlichen Nager. Daher stellt sich uns die entscheidende Frage: Was kann man selbst tun, um sich in der Natur bestmöglich zu schützen und welche Hilfemaßnahmen kann man bereits im Falle eines Zeckenbiss selbst vornehmen?
Auf das Thema Zeckenschutz werde ich nun näher eingehen. Ich finde, dieses Thema sollte man nicht verharmlosen, denn der Schaden, hervorgerufen von einem Zeckenbiss, kann tödlich sein. Zeckengebiete Zecken (Holzböcke) sind in ganz Europa verbreitet und haben kaum natürliche Feinde, was deren Verbreitung und Population zusätzlich begünstigt. Es gibt etwa 850 verschiedene Zecken-Arten.
Im Unterholz, dichten Farnen, Gestrüpp, Büschen, Gräsern, Pflanzen und Sträuchern halten sich Zecken besonders gern auf. Vor allem in hohem Gras (Wälder, Wiesen, Weiden, Bach- und Flussauen, Parkanlagen und Gärten) sind sie vermehrt anzutreffen. ZeckenschutzKleidungDie Zecke soll den Weg auf die Haut nicht finden. Festanliegende und helle Kleidung, die den Körper (lange Hose) bedeckt, ist empfehlenswert.
Festes zugeschürtes Schuhwerk mit langen Socken, so dass möglichst keine hautfreien Stellen zwischen Hose und Schuh bestehen, sind angebracht. Damit schaffen Sie bereits eine hohe Sicherheit, ein Zeckenbiss an Fuß und Bein zu vermeiden. Zeckenschutzmittel Zeckenschutzmittel, in Drogerien und Apotheken erhältlich, bieten freiliegenden Hautpartien (Hals, Arme) etwas Schutz vor einem Zeckenbiss. Um Zecken gänzlich vom Körper fern zu halten, kann die Kleidung ebenfalls mit dem Zeckenschutzmittel eingesprüht werden. Die Wirkungsdauer beträgt etwa 2-3 Stunden (100 ml kosten zwischen 5 - 10 Euro). Zecken-Kontrolle Insbesondere Hosenbeine, Kniebeuge, Schultern und Achseln sollten direkt nach Verlassen des Risikogebietes intensiv nach Zecken abgesucht werden. Zecken fühlen sich dort wohl, wo es feucht und warm ist.
Wer mit Tieren unterwegs war, sollte die Zecken Kontrolle hier ebenfalls nicht vernachlässigen. Oft heften sich Zecken nur im Fell des Tieres fest und gehen später auf den Menschen über. ZeckenimpfungGegen FMSE kann man sich impfen. Die Zeckenimpfung (Grundimpfung) besteht aus drei Teilimpfungen. Bei über 97 Prozent der Geimpften besteht bereits nach der dritten Teilimpfung wirksamer Schutz. Nach drei Jahren muss die Impfung wieder aufgefrischt werden.
Die Zeckenimpfung nimmt der Hausarzt vor. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten, insofern man in einem Risikogebiet wohnhaft ist. Zeckenbiss was nun?Es ist ratsam, eine Pinzette, oder besser eine spezielle Zeckenzange/ -karte (erhältlich in der Apotheke) mit sich zu führen. Je schneller die Zecke entfernt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Erregerübertragung.
Vor der Entfernung sollte man die Zecke nicht behandeln - wie etwa mit Zeckensprays, Öl, Zwiebeln, oder dergleichen. Denn jede Reizung von aussen führt dazu, dass die Zecke noch mehr Speichel bildet, oder sich erbricht, wodurch mehr Erreger ins Blut übertragen werden.
Die These, während der Zeckenentfernung die Pinzette nach links oder rechts zu drehen, ist Unsinn. Der Stechapparat der Zecke besitzt kein Gewinde. Man sollte die Pinzette vielmehr möglichst tief an der Haut ansetzen und das Tier nach oben herausziehen.
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