Rund um den Kleinen Zschand




 

Anreise:

 

Symbol mit einem Auto abgebildet
Dresden Zentrum – 01855 Ottendorf ca. 60 Minuten (58 km)
Symbol mit einem P für Parken ausreichend ausgebaute Parkplätze vorhanden (Kleingeld für Parkgebühr einstecken)

 


Informationen zur Tour:

 

Symbol mit einem Wanderer Neumann Mühle -Hinteres Raubritterschloss - Kuhstall - Flößersteig
Symbol mit einer Uhr etwa 5 Stunden mit zwei Pausen (11,0 km)
Symbol mit einem Fernglas Hinteres Raubritterschloss, Kuhstall
Symbol mit einer Mütze und einer Hose trittsicheres Schuhwerk & Wanderbekleidung empfohlen
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem fortlaufendem Kind geeignet auch mit kleineren Kindern
Symbol mit einer erwachsenen Person und einem angeleinten Hund. Hinteres Raubritterschloss und Himmelsleiter schwierig


 

Es ist unbestritten, dass die exotischen Wüstenlandschaften in Syrien und die bewaldeten Berghänge des Libanon zu den eindrucksvollen und sehenswerten Gebieten zählen und sich ein Besuch immer lohnt. Aber schon nach drei Tagen, nach dem wir aus dem Vorderen Orient zurückgekehrt waren, hat es uns unwiderstehlich in die Sächsische Schweiz gezogen. Da wir dieses Mal etwas eher aufgebrochen waren, konnte die Wanderrunde etwas größer, als z. B. bei der Häntzschelstiege ausfallen.

Über die Stationen Hohenstein – Sebnitz – Ottendorf – Saupsdorf erreichten wir das Kirnitzschtal und nahmen das Parkplatzangebot des Wirtes der Neumannmühle dankend an. Die 5 Euro Parkgebühren erscheinen zwar auf den ersten Blick als Wucher, aber da der Parkschein Eins zu Eins z. B. in einen warmen Apfelstrudel mit Sahne und in einen Kaffee gewandelt werden kann, der ja nach jeder Wanderrunde fast zur Pflichternährung zählt, ist das Parken quasi kostenlos – ich finde: keine schlechte Geschäftsidee.
Nach dem das Auto sicher abgestellt war, ging es in Richtung Zeughaus auf der gleichnamigen Strasse gen Süden. Nach ca. einem Kilometer bogen wir nach rechts ab und folgten damit dem Wanderweg "roter Strich". Unser erstes Etappenziel, dass Hintere Raubschloss auf dem Winterstein erreichten wir nach etwa 40 Minuten.

Rund um den Kleinen Zschand - Start und Ziel unserer WanderungRund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen Zschand
Rund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen Zschand



Die Besteigung des Gipfels ist klettertechnisch nicht anspruchsvoll, da ausreichend Leitern und im oberen Teil Trittstufen und Geländer vorhanden sind, auch wenn es an manchen Stellen etwas eng wurde und wir unseren Rucksack abstreifen mussten. Leider sind auf dem Gipfelkopf nur noch Grundmauerreste zu sehen, bezeugen diese aber, dass hier im 14 Jhd. tatsächlich eine Burg gestanden hat. Der Ausblick, den wir genießen können entschädigt überaus großzügig für die Mühen des Aufstieges.

Rund um den Kleinen Zschand - Der Aufstieg zum Hinteren RaubritterschlossRund um den Kleinen ZschandRund um den Kleinen Zschand Nun geht es hoch hinaufTolle Aussichten



Im Osten thront unübersehbar der Kanstein/ Teichstein. Richtung Norden ist der kleine und der große Lorenzstein zu sehen und weiter in Richtung Osten sind die Affensteine und ganz markant, weil einzeln stehend, der Bloßstock zu sehen. Im Süden wird der Blick durch die Bärfangwände begrenzt, eine eindrucksvolle Kulisse. Hier oben bietet sich an, die erste kleine Verschnaufpause einzulegen und den ersten Flüssigkeitsverlust auszugleichen.





Nach dem Abstieg, der an Wochenenden mit gutem Wetter oft von ausreichendem "Gegenverkehr" gekennzeichnet ist, der manchmal zu akrobatischen Verrenkungen mit engem Körperkontakt führt, um die "Aufstrebenden" passieren zu lassen, setzen wir unsere Wanderung auf dem "roten Strich" erst weiter nach Westen, dann nach Norden fort. Die Wanderung führt also in Richtung Kleiner Winterberg und bewegt sich überwiegend auf einem gleichbleibenden Höhenniveau, d. h. steile An- oder Abstiege sind die Ausnahme. Wir passieren den Wappenstein und nach der großen Kreuzung folgen wir nun dem Wanderweg "roter Punkt", der uns direkt über den Wettinplatz in Richtung Kuhstall führt.





Den Kuhstall erreichen wir nach ca. 2,5 Stunden Gesamtwanderzeit. Die letzten Meter des Aufstieges zum Kuhstall fallen nun schon etwas schwerer, als zu Beginn der Wanderung, aber oben angekommen lockt das Gasthaus und die davor befindlichen Sitzgelegenheiten. Hier ist unsere zweite Station, wobei wir vor der Erkundung des Terrains rund um den Kuhstall die verbrauchten Kalorien wieder auffüllen. Wer die Futterkrippen der Gaststätte als Picknick- und Ausspannmöglichkeit nutzen möchte, sollte seine Verpflegung nicht ausschließlich aus dem Rucksack beziehen.





Nach erfolgreicher Versorgung des Körpers mit Kalorien wollen wir uns umschauen. Das Felsentor ist einfach gigantisch. Hier wurden im Dreißigjährigen Krieg von den Bauern das Vieh untergebracht, daher der Name Kuhstall. Die Aussicht, die man von diesem Punkt aus hat, ist schon beeindruckend, doch man sollte es nicht versäumen, sich die Himmelsleiter hochzuquälen, um dort die totale Rundumsicht zu genießen. Es lohnt sich todsicher. Wenn der Blick über das Meer der grünen Wipfel der Bäume und über die bizarre Felslandschaft schweift, fällt buchstäblich der Stress des Alltages von einem ab. Der Abstieg vom Neuen Wildenstein erfolgt auf der Westseite über schöne Steinbrücke, die immer ein Foto wert ist.






Wieder auf Raststättenniveau angekommen befindet sich linker Hand das Nadelöhr und im weiteren Verlauf die Aussicht bei der Zyklopenmauer. Folgt man diesem leicht beschwerlichen Pfand, so gelangt man zur Grotte in der Zyklopenmauer – ebenfalls immer ein beliebtes Fotomotiv. Damit ist der Besuch des Kuhstalls auf dem Neuen Wildenstein beendet und wir rüsten uns für den Rückweg.

Den Abstieg absolvieren wir über den Hausstieg ("roter Strich"), durch die Ferkelschlüchte und wandern in Richtung Felsenmühle. Diese haben wir nach ca. 30 Minuten erreicht, laufen aber nicht auf der Strasse in Richtung Neumannmühle, sondern benutzen den Flößersteig, der direkt an der Kirnitzsch entlang läuft. Nach ca. 5 Stunden (mit zwei Pausen) erreichen wir wieder den Ausgangspunkt der Wanderung – die Neumann-Mühle.





Resümee – tolle Runde und tolle Highlights und jetzt gibt’s warmen Apfelstrudel.


Text: Jens Fröhlich
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Wanderkarte im Detail:

 

Diese Grafik zeigt einen Wanderkartenausschnitt unserer Tour.

Karte: Hintere Sächsische Schweiz Blatt 1 - Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine
Herausgeber: Sachsen Kartographie Dresden GmbH - www.sachsen-kartographie.de
 
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