Rundwanderung Richterschlüchte
Anreise:
Ausgangspunkt für unsere heutige Tour ist, wie schon des Öfteren, die Neumannmühle, in der, ganz nebenbei bemerkt, der Besitzer Marcus Galle auch ganz tolle Familienfeiern organisiert und durchführt. Wir starteten gegen 11:15 Uhr in Richtung Zeughaus und ließen den Trubel des dortigen allgemeinen Wanderertreffs schnell hinter uns und tauchten in das erholsame und stille Grün der Sächsischen Schweizein, welches immer wieder durch die bizarren Sandsteinfelsen unterbrochen wird.Nach ca. einer halben Stunde passierten wir das Zeughaus, bei dem sich trotz des guten Wetters nur wenige Wanderer tummelten. Wir folgten dem rot und grün markierten Weg weiter in Richtung Hickelhöhle und betraten nach einer kurzen Weile die deutlich markierte Kernzone des Nationalparks. Nach dem wir den beschriebenen Wanderweg einen weiteren Kilometer gefolgt waren, wurden wir auf einem, sich vor uns öffnenden Platz und dem darauf unübersehbar stehenden Wanderwegweiser darauf hingewiesen, den roten Weg nun zu verlassen und uns rechts haltend dem grün markierten Pfad durch den dichter bewachsenen Wald zu folgen. ![]() ![]() ![]() Der Pfad, eben so gut gekennzeichnet wie die restlichen Wanderwege in der Sächsischen Schweiz, ist gesäumt von hoch aufragenden Felsen, die die Sonnenstrahlen nur an ausgewählten Stellen bis auf den Waldboden durchließen. Nach einem weiteren absolvierten Kilometer unserer Tour wurde der, bis dahin zwar immer leicht ansteigend aber für jeden Spaziergänger problemlos zu bewältigende, Wanderweg durch einen mit Felsen und Geröll gespickten permanent anstrengenden Anstieg abgelöst. Auf halber Höhe des Anstieges passierten wir auf der linken Seite erst die Richtergrotte und dann das Krinitzgrab.Direkt am Ausstieg dieser Klamm wendet sich der Weg nach rechts, um die glatte Sandsteinmauer, die vor einem aufragt, zu umgehen und dann in Richtung Großer Winterwerg weiterführt. Nach ca. zwei Stunden hatten wir die Hälfte unserer Wandertour geschafft und tankten bei einer kleinen Pause, wo wir unseren Wasserhaushalt regulierten für die zweite Hälfte des Weges neue Kraft. ![]() ![]() Der sich nun anschließende Abstieg durch das Heringsloch ist nicht Jedermanns Sache, da auf wenig Strecke viele Höhenmeter überwunden werden müssen. Dabei sind festes Schuhwerk mit gutem Profil und intakte Knie- und Fußgelenke von deutlichem Vorteil. Zusätzlich erschwerend wirkt sich der Umstand aus, dass hier der Abstieg nicht über befestigte Stufen sondern durch eine naturbelassene (Felsbrocken, Wurzeln und Geröll) Wegführung erfolgt. Die auf den Wegweisern angegebene Zeitvorgabe von 45 Minuten ist aber bequem zu schaffen. Durch den Zschand ging es zwischen den hohen Felswänden weiter in Richtung Queenwiesen, die wir nach ca. drei Stunden unserer Wanderung erreichten. Nun war es nicht mehr weit bis zur Felsenmühle und das zu absolvierende Terrain stellte keine hohen Ansprüche mehr an den Wanderwilligen. Kurz bevor wir die Felsenmühle erreichten, folgen wir dem Flößersteig, um den Rückweg zur Neumannmühle nicht auf der Strasse absolvieren zu müssen. Der später direkt an der Kirnitzsch entlang laufende Flößersteig bietet eine willkommene Abwechslung zu den bisherigen Wanderwegen, da das klare murmelnde Wasser die Aufmerksamkeit auf sich zieht und man fast bedauert, dass man das Ziel so schnell erreichen wird. ![]() ![]() ![]() Nach ca. 3,5 Stunden und etwa 10 Kilometer Wanderstrecke (absolvierte Höhenmeter nicht mitgerechnet) kamen wir an unserem Ausgangspunkt – der Neumannmühle - an. Die obligatorische Tasse Kaffee und das leckere Stück Kuchen rundeten den schönen und erholsamen Wandertag ab. Wir freuen uns schon auf die nächste Runde.
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