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Blase am Fuß behandeln

Optimales Schuhwerk und der passende Sportsocken sind bei sportlichen Aktivitäten sehr wichtig. Denn so minderst Du das Risiko, eine schmerzhafte Blase am Fuß zu reiben. Hat sich eine Blase gebildet, helfen Blasenpflaster, Entlastung und Luft. Alles was Du zur richtigen Vermeidung und zur Behandlung einer Blase am Fuß wissen musst, erfährst Du in diesem Online Ratgeber.

Wie eine Blase entsteht

Blase am Fuß behandeln

Blase am Fuß behandeln

Die Reibung der Ferse mit dem Socken und dem Schuhwerk kann dazu führen, dass sich die obere Hautschicht von den unteren Hautschichten löst. Dies wird besonders durch eine feuchte Hautoberfläche begünstigt. Dadurch entsteht ein Hohlraum, der sich schnell mit Gewebeflüssigkeit füllt. Eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, denn diese Gewebeflüssigkeit verursacht einen unangenehmen Druckschmerz auf die darunter liegenden Nervenbahnen und -enden. Blasen in tief liegenden Hautschichten sind besonders schmerzhaft und erfordern meist einen längeren Heilungsverlauf.

Eine Blase solltest Du nicht öffnen (aufstechen), denn damit würdest Du eine Infektion und Entzündung riskieren. Die Haut über der Blase, das Blasendach, bietet ausreichenden natürlichen Schutz, um eine rasche Wundheilung zu gewährleisten.

Eine Blase am Fuß wird meist durch Reibung erzeugt. Experten sprechen hier von einer „mechanischen Hautschädigung“. Verursacht wird diese oft durch Socken, die den Feuchtigkeitstransport nicht optimal regulieren oder keine Polsterungen an wichtigen Stellen besitzen. Auch unpassendes sowie nicht optimal sitzendes Schuhwerk führt auf kurz oder lang zu Reibung und zur Bildung von Blasen am Fuß.

Blasen behandeln

Compeed Blasenpflaster

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Sobald Du Druck und Reibung am Fuß spürst oder der Socken durch Schweiß feucht ist, solltest Du unverzüglich etwas dagegen tun. Ist die Haut am Fuß gereizt oder hat sich bereits eine Blase gebildet, empfehle ich folgendes: Säubere und trockne die betroffenen Haut-Stellen und desinfiziere sie. Anschließend polsterst Du die Wunde faltenfrei ab, ideal mit einem Blasenpflaster.

Hat sich bereits eine Blase gebildet, überdecke sie großflächig und faltenfrei mit einem frischen Blasenpflaster. Wenn möglich, setze die Wunde in den nächsten Tagen keinem unnötigen Druck und keiner Reibung aus. Unter diesen Idealbedingungen bildet sich die Blase schnell und relativ schmerzfrei zurück.

Wenn die Blase besonders groß, ggf. gerötet ist und pochende Schmerzen verursacht, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Insbesondere, wenn eine gelbliche Flüssigkeit (Sekret) austritt. Es könnte eine Infektion vorliegen, die zur Entzündung der Wunde führen kann. Prüfe auch, ob Impfschutz vor Tetanus besteht. Experten raten auch davon ab, Wund- und Heilsalben auf die Blase aufzutragen, denn die Fettschicht der Salbe würde als idealer Nährboden für Bakterien dienen und das kann eine Entzündung hervorrufen.

Diabetiker sollten auch bei kleinen Wunden einen Arzt aufsuchen und diese behandeln lassen, um Nervenschädigungen vorzubeugen. An Diabetes mellitus-Erkrankte leiden auch häufig an einer schlechten Wundheilung. Die richtige Vorsorge zur Vermeidung einer Blase am Fuß ist besonders zu empfehlen.

Blasen am Fuß vorbeugen

  • Melkfett oder Vaseline
    Wenn Du schnell eine Blase bekommst oder eine längere Wanderung planst, ist es ratsam, die Füße kurz vor dem Start mit Melkfett oder Vaseline einzureiben. Dadurch wird die Haut geschmeidig und ist weniger anfällig bei Reibung. Jedoch niemals auf eine Wunde auftragen.
  • Schuhe einlaufen
    Neue Schuhe solltest Du langsam einlaufen, um den Fuß an das Schuhwerk zu gewöhnen und das Material an den Fuß anzupassen. Das bietet sich zum Beispiel zu Hause an, wodurch Du den Fuß sukzessive für das Schuhwerk sensibilisierst.
  • Optimale Socken tragen
    Eines der häufigsten Fehler, der zur Bildung einer Blase beiträgt, ist der falsche Socken. Trage einen atmungsaktiven Wandersocken, der ideal für die geplante Aktivität geeignet ist. Denn so staut sich die Wärme nicht mehr auf der Hautoberfläche, Feuchtigkeit wird abtransportiert und zwei wichtige Faktoren, die eine Blasenbildung begünstigen, sind im Voraus abgestellt.
  • Zwei Paar Socken
    In der Praxis hat es sich bewährt, zwei Paar dünne Socken (jedoch keine Baumwolle) übereinander zu tragen. Dadurch reiben die Socken aufeinander und weniger am Fuß. Auch das kann die Bildung einer Blase am Fuß effektiv verhindern.
  • Viel Luft an die Füße
    Damit sich Deine Füße schneller regenerieren können, solltest als präventive Maßnahme so oft wie möglich Luft an die Füße lassen.

Heilprozess einer Blase

  1. Stadium 1: Wundlaufen
    Die Haut ist gerötet und gereizt. Dies tritt durch Druck, Reibung, Wärme und durch Feuchtigkeit auf.
  2. Stadium 2: Blasenbildung
    Aufgrund von Reibung wird die oberste Hautschicht von der darunter liegenden gelöst. Zwischen beiden Schichten bildet sich ein Hohlraum in welchem sich Gewebeflüssigkeit ansammelt.
  3. Stadium 3: Offene Wunde
    Die Blase platzt auf und die Gewebeflüssigkeit tritt aus. Hier besteht erhöhtes Risiko einer Infektion/Entzündung. Die Wunde kann bluten und die Haut kann sich schälen.
  4. Stadium 4: Verschorfung
    Durch Austrocknung der Wunde bildet sich eine Kruste, welche die Bildung neuer Hautzellen hemmt. Diese Hautzellen sind für die Wundheilung notwendig. Diesem Zustand geschuldet, müssen die Zellen in tiefere Hautschichten ausweichen, wodurch die Wunde nur langsam heilt.
  5. Stadium 5: Heilung
    Wenn sich Schorf gebildet hat, schilfert er in diesem Stadium ab. Die Wunde ist nun völlig geheilt und neues Gewebe hat sich gebildet.
Heilprozess einer Blase am Fuß

Heilprozess einer Blase am Fuß


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