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Hüttenschuhe Litha Ronny

Es war wieder einmal soweit. Ich brauchte neue Hausschuhe und weil ich mir sowieso neue Hüttenschuhe kaufen wollte, habe ich mich für das Modell „Ronny“ von Litha mit gestricktem Norwegenmuster entschieden. In diesem Bericht stelle ich die Hüttenschuhe vor.

Hüttenschuhe Litha Ronny

Hüttenschuhe Litha Ronny für Herren

Das Obermaterial der Schuhe besteht aus 66% Polyacryl und zu 34% aus Schurwolle. Besonders an Schurwolle ist ihre Fähigkeit zu wärmen, so dass Füße und Knöchel in den Hüttenschuhen schnell warm werden und auch bleiben. Schurwolle ist atmungsaktiv, sodass keine Schweißfüße entstehen, geruchsneutral, antibakteriell und pilzhemmend und nicht zuletzt besitzt Schurwolle einen hohen Tragekomfort. Deshalb enthalten viele natürliche Wandersocken diese Naturfaser. Die chemischen Polyacryl-Fasern erzeugen, wie Wolle, einen weichen Griff und eine hohe Bauschfähigkeit. Ebenso wärmen sie gut und sind formbeständig. Durch die Polyacryl-Fasern filzt die Naturwolle der Hüttenschuhe nicht und ist pflegeleicht. Die biegsame, weiche Sohle der Hüttenschuhe besteht aus einem hellen braunen Leder. Mir ist das Leder zu dünn, deshalb habe ich dünne Einlegesohlen in die Schuhe gesteckt.

Persönliche Erfahrung

Mir gefallen die Hüttenschuhe gut. Sie wärmen meine Füße wunderbar und sind gemütlich. Ich trage sie an kalten Tagen zu Hause – nicht nur auf der Hütte in den Bergen. Das Strickmuster des Obermaterials gefällt mir sehr gut, schlicht aber zeitlos. Auch die hohen Bündchen finde ich sehr angenehm, weil sie die Knöchel besonders wärmen. Mein Fazit: Für den günstigen Preis macht man nichts falsch und man kann handgemachte wärmende Hüttenschuhe sein Eigen nennen.

Die Marke Litha

Schon seit 1949 besteht das Unternehmen Litha, das von Fritz Thalhofer in Metzingen gegründet wurde. Thalhofer hat es sich schon früh zur Aufgabe gemacht, gemütliches Schuhwerk herzustellen. Die Litha Hüttenschuhe bestehen aus hochwertigen Materialen und werden in reiner Handarbeit gefertigt. Das Schuhwerk von Litha erfährt eine hohe Beliebtheit und ist auf jedem Kontinent gefragt. Der Name „Litha“ leitet sich übrigens vom Namen Thalhofers Frau „Liselotte Thalhofer“ ab.

Den Hüttenschuh kannst Du hier für ca. 28,00 EUR käuflich erwerben: Litha Hüttenschuhe Ronny bei Bergfreunde.

Was sind Hüttenschuhe?

Der Begriff Hüttenschuhe wird durch den Drang nach draußen und die sich stets neu erfindenden Trendsportarten immer populärer. Viele Online Shops werben inzwischen für diesen speziellen Hausschuh und bieten ihn von vielen Herstellern in diversen Materialgemischen, Formen und Farben an. Doch wo liegt ihr Ursprung, wovon ist der Begriff „Hüttenschuh“ abzuleiten?

Ihren Namen erhielten diese Hausschuhe von den Bergwanderern und Kletterern längst vergangener Zeit. Häufig mussten die Männer und Frauen auf ihren langen Mehrtagestouren durchs Gebirge in einer Berghütte übernachten. Dort trugen sie knöchelhohe Hüttenschuhe, um sich ihre frierenden Füße aufzuwärmen – denn die Hüttenschuhe entsprachen ursprünglich nur weiten Socken aus wärmenden Wollfilz mit einer einfachen dünnen Sohle aus Rauhleder, Filz oder Gummi. Oft mussten auch die schweren, von der mühsamen Besteigung, gelittenen Bergstiefel gesäubert und geflickt werden, damit sie den Herausforderungen des nächsten Tages Stand halten und dabei wurden die Hüttenschuhe getragen. Übrigens hielten die Bewohner der Berghütte damit den Fußboden sauber.

Anders als heute fertigten die Hüttenbesucher ihre Hüttenschuhe selbst aus den Materialen, die ihnen zur Verfügung standen. Einen Zweck mussten jedoch alle Varianten erfüllen: Nicht etwa die Optik war damals entscheidend, sondern die Eigenschaft erkaltete, manchmal fast erfrorene Zehen schnell aufzuwärmen. Wolle war dafür ein geeignetes Material. Die Menschen der Berge besaßen häufig Lämmer, Ziegen und Schafe, deren Fell auch für diese Hausschuhe verwendet wurde. Sie trugen die leichten Schuhe in ihren Rucksäcken immer mit sich, denn manchmal musste unvorhergesehen eine Berghütte aufgesucht werden, zum Beispiel wenn eine Unwetterfront heranzog. So kam es, dass sich Hüttenschuhe immer mehr durchsetzten und im Laufe der Jahre auch deren Optik wichtig geworden ist.

Giesswein Hüttenschuhe Kramsach

Giesswein Hüttenschuhe Kramsach

Schon vor Jahrzehnten haben sich Hersteller auf das Design und die Produktion von Hüttenschuhen spezialisiert, wie das Unternehmen „Giesswein“. Bereits seit 1974 werden Hüttenschuhe hergestellt, die auch im Ausland vertrieben werden. Man kann fast behaupten, Elisabeth und Walter Giesswein haben diese Pantoffeln salonfähig gemacht. Übrigens, noch heute ist Wolle ein wesentlicher Rohstoff bei der Produktion der Giesswein Hüttenschuhe, wie zum Beispiel des Klassikers Kramsach.

Heute sind Hüttenschuhe mehr als salonfähig.

Selbst in der Hektik der Großstadtlichter tragen viele Herren, Damen und Kinder in ihren urbanen Wohnungen wärmende Hüttenschuhe und schaffen sich ein Stück Freiheit, Gemütlichkeit und Romantik. Feine Wollmischgarne, Lammfell oder Filz wärmen, Farben und Muster vom Obermaterial schaffen Charakter und die meist biegsame Sohle aus echtem Leder vermittelt den letzten Schliff Wohlfühlcharakter. Zudem können diese Pantoffeln in der Waschmaschine gereinigt werden. Sie sind robust, langlebig und durch ihr kleines Packmaß schnell verstaut, so dass man auch in der Ferne ein Stück Geborgenheit mit sich trägt.


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