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Kirnitzschtal Sächsische Schweiz

Von Mühlen, der Bahn im Wald und dem Großen Zschand

Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal

Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal

Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal[/caption]Unberührte Waldgebiete, weite Ausblicke, herausfordernde Klettertouren oder ausgiebiges Wandern – dies alles bietet das Kirnitzschtal im Nationalpark Sächsische Schweiz. Von Bad Schandau führt die malerische Kirnitzschtalstraße die Ausflügler in wildromantische Natur. Aktivurlauber und Familien können die Schönheit der Natur erkunden, altes Handwerk entdecken, Entspannung und Abenteuer finden.

Das Kirnitzschtal und die angrenzenden Felsen sind ein Paradies für Wanderer und Kletterer. Ein Ausflug zum Lichtenhainer Wasserfall ist ein guter Einstieg, um die Gegend zu erkunden. Dieser natürliche Wasserfall, der über eine Sandsteinklippe hinab in die Kirnitzsch braust, bekommt sein Wasser vom örtlichen Dorfbach.

Kirnitzschtalbahn nach Bad Schandau

Kirnitzschtalbahn

Seit dem Jahr 1830 wird der Sturz des Wassers verstärkt, indem es gestaut und alle halbe Stunde der Weg in die Tiefe freigegeben wird. Die Strecke zum Wasserfall sollte man freilich zu Fuß zurücklegen. Knapp zwei Stunden führt der Weg durch abwechslungsreiche Landschaft. Wer wandermüde ist, kann die idyllische Kirnitzschtalbahn nehmen. Diese fährt von Bad Schandau bis an den Lichtenhainer Wasserfall. Dabei entgeht Gästen aber der reizvolle Flößersteig, der entlang der Kirnitzsch daran erinnert, dass auf dem Flüsschen einst sogar Flößer ihre Arbeit verrichteten.
Der Transport der Bäume wurde in dem damals nur wenig erschlossenen Waldgebiet an der Grenze zum Böhmerwald erst durch das Anstauen des Flusses möglich. Jener Flößersteig erinnert heute noch anschaulich daran. Weiter schlängelt sich die kurvenreiche Straße durch den Wald hinauf in Richtung Neumann-Mühle.

Die Neumann-Mühle

Die Neumann-Mühle ist ein technisches Denkmal in dem Besucher alles Interessante und Wissenswerte über den Einsatz als Sägemühle und den Holzschliff zur Papierherstellung erfahren können. Ein Rundgang dauert knapp eine Stunde, bei wissbegierigen Besuchern kann es gern länger dauern.

Der „Müller vom Dienst“ vom Verein Schauanlage Neumann-Mühle nimmt sich gern Zeit, alle Fragen zu beantworten. Immerhin existiert in der Mühle noch ein sogenanntes Ein-Blatt-Sägegatter das mindestens 400 Jahre alt ist. Die Holzschleiferei in der Mühle zeigt Besuchern den technischen Stand des Holzschleifens aus den Jahren 1870/71. Die Neumann-Mühle, die sich seit Ende des 18. Jahrhunderts in Besitz der Familie befindet, ist idealer Ausgangspunkt für Wanderung in den Großen Zschand und die hintere Sächsische Schweiz

Zudem befindet sich an der Neummann-Mühle eine gleichnamige Gastwirtschaft und Herberge, wo Wanderer und Kletterer zünftig essen und trinken und sich gesellig am Lagerfeuer bis in die tiefen Abendstunden austauschen können. Auch Übernachtungen sind in der Saison möglich – unbedingt ausprobieren und frühzeitig buchen.

Die Buschmühle

Weiter flussaufwärts befindet sich die Buschmühle. Ende des 16. Jahrhunderts wird am Standort der Buschmühle bereits eine Brettmühle urkundlich erwähnt. Reichlich hundert Jahre später existiert hier eine Mahlmühle, die Ende des 18. Jahrhunderts allerdings Opfer eines Brandes wird.

Heute bietet das Gasthaus Buschmühle einfache Gästezimmer, welche Wanderfreunden gerade recht kommen. Denn die einstige Mühle ist ein idealer Startpunkt für verschiedene Touren durch das wildromantische Kirnitzschtal. Die Gaststube ist ein gemütlicher Platz, um am Abend über die Wanderungen zu berichten und der Geselligkeit zu frönen. Als Wanderroute ist der Große Zschand, der kürzeste Weg von Bad Schandau in den tschechischen Böhmerwald zu nennen. Zwar ist dieser nicht mehr auf der ganzen Strecke begehbar, aber er ist und bleibt ein Zeugnis wildromantischer Natur.

Wandern durchs Kirnitzschtal auf dem Malerweg

Die Kirnitzsch

Die Kirnitzsch

Ebenso lockt der Malerweg, der direkt an der Buschmühle entlang führt, zum Erkunden der Umgebung ein. Einst beschritten ihn berühmte Maler wie Caspar David Friedrich oder Ludwig Richter. Sie genossen den Anblick bizarrer Felsformationen, tauchten in wilde Schluchten ein oder hielten von den Tafelbergen Ausblick auf die Umgebung.

Das Kirnitzschtal hält mit seinen touristischen Sehenswürdigkeiten vieles bereit, was sich zu entdecken lohnt. Vor allem bietet die Natur reichlich Gelegenheit, einen erlebnisreichen Aktivurlaub oder Familienurlaub zu verbringen. Von Camping an der Kirnitzsch bis zu einer Übernachtung im Hotel wird viel geboten – und das Angebot wächst stetig.


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