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Nordaufstieg zum Lilienstein

Bei dieser Rundwanderung erklimmen wir den Lilienstein über Norden und steigen auf der Südseite Richtung Königstein hinab. Bei gutem Wetter hat man eine tolle Weitsicht zur Festung Königstein und im Osten bis nach Tschechien.

Icon - Wegstrecke Circa 3,4km
Icon - Uhr Etwa 2 Stunden
Icon - Weg Lilienstein mit kleinem Rundweg
Icon - Schuhe Trittsicheres Schuhwerk, da teilweise Holzstufen und Metalltreppen
Icon - Wandern mit Kind Möglich
Icon - Wanderer mit Hund Besser nicht

Blick auf den Lilienstein Sächsische Schweiz

Blick auf den Lilienstein Sächsische Schweiz

Die Wanderung auf den Lilienstein haben wir einige Zeit vor uns heraus geschoben, in der Befürchtung, dass er weniger ein Paradies für Wanderer, als eine touristisch überlaufene Attraktion ist. Denn der imposante Tafelberg ziert die Logos vieler regionaler Hotels, Gaststätten und dem Nationalpark Sächsische Schweiz. Dennoch ist er ein interessantes Ausflugsziel und einen Wanderbericht wert. Auf die heutige Wanderung waren wir besonders gespannt – mit gemischten Gefühlen.

Nach etwa 30 Minuten Fahrzeit sind wir bereits der urbanen Hektik Dresdens entflohen und fahren Richtung Lilienstein. Schon aus kilometerweiter Ferne erspähen wir unser heutiges Tagesziel, dass uns weit über den Baumwipfeln und Hausdächern rechts der Straße lockt. Nachdem wir auch Pirna hinter uns gelassen haben, fahren wir auf der Landstraße noch etwa 15-20 Minuten, bis wir schließlich den Parkplatz am Lilienstein erreichen. Wir schultern unser Rucksäcke und starten zwischen blühenden Feldern auf zum Fuße des Lilienstein, der hoch über unseren Köpfen thront. An der ersten Kreuzung schlagen wir in Richtung Franzosenborn ein und wandern längs der Nordseite des Lilienstein. Dort wenden wir uns wieder nach rechts, um in den Wald hinauf zu wandern. Nach etwa zwei Minuten erreichen wir den Wegweiser zum Nordaufstieg: Es geht hinauf!

Nordaufstieg zum Lilienstein

Leicht und erträglich zieht sich der Pfad über Holzbohlen und Felsstufen serpentinenartig zum Gipfel hinauf. Der Weg ist konditionell etwas anspruchsvoller, als seine Kollegen Papststein, Gohrisch oder Pfaffenstein. In der Spitzkehre, kurz bevor die Metalltreppen den finalen Abschnitt ankündigen, kann bei ein paar ersten Panorama-Fotoaufnahmen noch einmal tief Luft geholt werden. Nach einer weiteren Kurve führt uns der Pfad in einen Kamin hinein. Wir sind fast oben angekommen.

Nordaufstieg zum Lilienstein über Leitern

Nordaufstieg zum Lilienstein über Leitern

Nordaufstieg zum Lilienstein über Steinstufen

Nordaufstieg zum Lilienstein über Steinstufen

Auf dem Lilienstein

Die Gipfelebene des Liliensteins liegt auf 415 Meter Höhe. Hier oben bieten sich mehrere Wege an. Wir haben die Aussichtspunkte der Gaststube vorgezogen und besichtigten als Erstes die Ostspitze des Liliensteins. Dort steht ein Obelisk, der an die Besteigung des Tafelberges durch August den Starken um 1708 erinnert. August der Starke ließ übrigens die Stufen für den Südaufstieg schlagen. Weiter geht es, vorbei am Versorgungsaufzug, zur Südaussicht, an der eine große steinerne Säule das 800-jährige Jubiläum der Wettiner ehrt. Nach einer kurzen Rast geht es direkt weiter, vorbei an den Resten mittelalterlicher Burganlagen aus den Jahre 1379 zur Westspitze des Liliensteins. Der Weg führt uns über einige Metallbrücken und Stufen in Richtung Felsgaststätte Lilienstein.

Südabstieg

Auf teilweise recht steilen Stufen und Treppen windet sich der Abstieg den Standstein hinab und immer wieder fragen wir uns: Wie sind hier wohl die ersten Siedler bereits im 6. bis 9. Jahrhundert v. Chr. den Lilienstein hinauf und hinab gekommen? Damals gab es weder Steinstufen, noch Metall-Leitern. Vielen Touristen sieht man die Erschöpfung förmlich an. Denn der Abstieg über die Südseite ist, wie der nördliche Aufstieg, recht tückisch und man obliegt schnell der Fehleinschätzung, nur eine kurze Besteigung vor sich zu haben. Insgesamt finden wir den Südabstieg attraktiv – aufgrund der vielen Treppen, Stufen und Metallbrücken.

Südabstieg vom Lilienstein über Steintreppen

Südabstieg vom Lilienstein über Steintreppen

Südabstieg vom Lilienstein über Metalltreppen und -brücken

Südabstieg vom Lilienstein über Metalltreppen und -brücken

Schließlich erspähen wir an der Westwand einige Kletterer. Das Klappern des Klettergeschirr klingt wie Musik in unseren Ohren. Unten angekommen halten wir uns an der Weggabelung rechts und laufen zurück zum Parkplatz. Wenn Du noch Lust und Muse hast, kannst Du die Wanderung individuell verlängern. Dazu kannst Du Dich nach dem Abstieg einfach 2 Mal links halten, um auf dem Kirchweg den Tafelberg zu umrunden. Dieser Weg ist zwar nicht ausgeschildert, aber nur schwer zu verfehlen.

Unser Fazit

Der Südabstieg ist wesentlich länger und etwas anstrengender, als der Nordaufstieg. Daher empfehlen wir Euch, den Lilienstein über den Nordaufstieg zu besteigen. Leider hat sich unsere Befürchtung bestätigt: Der Lilienstein ist touristisch sehr beliebt. Auch die Aussichten finden wir nicht spektakulär, weil man hinunter ins Tal auf Ortschaften, Handwerk- und Industriebauten schaut. Bei gutem Wetter kann das die wunderschöne Elbauenlandschaft am weiten Horizont etwas kompensieren.

Wanderkarte der Wanderung

Wanderkarte: Vordere Sächsische Schweiz // Sachsen Kartographie Dresden GmbH

Vordere Sächsische Schweiz // Sachsen Kartographie Dresden GmbH


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